23. September 2009

Open Studio Tour

Etsy ist der englischsprachige Online-Marktplatz für “Handgemachte Dinge”.

etsy-header

Im deutschsprachigen Raum gibt es dafür Dawanda.

logo---dawanda

Allen dort verkauften Dingen ist gemeinsam, dass sie mit Liebe und Herz von Hand hergestellt werden.

:-)

Diese Marktplätze untergliedern sich in einzelne Shops, die vom jeweiligen Handwerker/Künstler betrieben werden. Von der handgemachten Seife bis zu Schmuck, von Filzarbeiten bis zu Kunstdrucken ist alles vertreten.

Es gibt dort eine ganze Menge richtiger echter Künstler und Künstlerinnen und ich könnte mich stundenlang damit vergnügen, in den wunderbaren Kunstwerken zu stöbern.

Heute habe ich aber noch ein anderes Schmankerl entdeckt, nämlich die “Open Studio Tour” bei Etsy. Das sind kurze Interviews mit den Shopbetreibern, in denen diese ihren Arbeitsplatz vorstellen… ihren “creative workspace”. [in Englisch]

Mittlerweile sind schon eine ganze Reihe von Portraits veröffentlicht. Die ergeben schon ein sehr gutes Bild davon, wie sich Kreative ihre Zeit, ihren Raum und ihre Kreativität strukturieren. Eine Fülle an Anregungen!

Hier sind die Fragen, die den Künstlern im Interview gestellt werden:

  • What’s your name and what kind of craft do you do?
  • What are you working on right now?
  • When did you decide that you needed a studio?
  • When and how have you set up your studio?
  • Did the studio setup have an impact on your crafter budget?
  • How big is your studio?
  • Which is your favorite tool in your studio?
  • Do you want to share with us one secret of your studio?
  • How many hours do you normally spend in your studio?
  • Do you share your studio with someone or would you like to do so?
  • Is there anything you would add to your working space?
  • If you had to choose one synonym for your studio which one would you pick: atelier, family room, lair, lodge, nest, playroom, retreat, sanctuary, shelter, darkroom, or showroom and why?
  • And last but not least how often do you clean it?
  • Anything else you’d like to add?

Besonders spannend finde ich dir Frage nach der Bezeichnung für den Raum, wenn man sich für nur ein Synonym entscheiden müsste.

Mit der Be-Nennung fängt alles an. Jeder Traum.

22. September 2009

Die Kunst, sich nicht zu übernehmen

Ich bin ja viel im Internet unterwegs und finde da von Zeit zu Zeit auch wirklich tolle Anregungen.

Was man nicht so alles machen könnte…

Anfang diesen Jahres habe ich bei Dici das Projekt 52 entdeckt und voller Euphorie beschlossen, mitzumachen. Es klang wirklich machbar. Jede Woche ein Bild – nur eines zu einem Thema, das vorgegeben wird…

01-Meine Stadt 02-Zeit 03-Leblos 04-Kirchen [not to be continued]

Tja, wenn ich nun so meine veröffentlichten Bilder betrachte, dann habe ich genau viermal zu dem gestellten Thema eine Fotografie gemacht oder herausgesucht. Ich will gar nicht nachrechnen, wieviel Prozent das jetzt genau noch sind… das ist nämlich auch egal. Fühle ich mich jetzt als Versager? Weil ich so etwa einfaches nicht durchgehalten habe? Nein.

Es geht nicht um Durchhaltevermögen oder Disziplin. Ich gedenke, aus der Sache folgendes zu lernen:

Aktuell habe ich die Verlockung wie ein Leckerli vor der Nase hängen, beim Illustration Friday mitzumachen. Prima. Noch stressiger. Jede Woche eine Illustration anfertigen, zu einem vorgegebenen Thema. Sicher eine tolle Herausforderung.

Illustration Friday

Was ich jedoch wirklich brauche, ist eine Herausforderung ganz anderer Art. Ich habe schon sehr viele Ideen – ich brauche wohl kein von aussen vorgegebenes Thema, sondern eine Routine oder einen Platz oder Zeit (ohne schlechtes Gewissen), um mich mit den vielen Ideen neben den alltäglichen Pflichten zu beschäftigen und diese Ideen umzusetzen.
Das sind dann wirklich meine Ideen und meine Träume. Da und genau nur da lohnt sich Durchhaltevermögen und Disziplin.

Und so ganz nebenbei weiß ich ja, wo es ein interessantes Thema gäbe, wenn mir mal wirklich nichts einfallen sollte *gg*

20. September 2009

Ökumenische Wallfahrt 2009

Burg Pottenstein

Bei strahlendem Sonnenschein hat unser Pegnitzer Posaunenchor heute bei der Ökumenischen Wallfahrt nach Pottenstein mitgewirkt. Das war eine wunderschöne Veranstaltung.

Mehr Bilder hier

Positive Sätze

Es gibt jede Menge Prinzipien, um seinem Leben eine andere Richtung zu geben, irgendetwas zu verändern, sich auf mehr Erfolg zu programmieren, und so weiter…

Eine davon ist, mit positiven Sätzen zu üben, die so peu à peu die negativen Selbstgespräche im Kopf ersetzen sollen.

Dazu kann man zum Beispiel jeden Morgen eine Handvoll positiver Sätze – neudeutsch auch “Affirmationen” in ein einfaches Heft schreiben.

Affirmationen

Gestern habe ich eines meiner aktuellen Hindernisse mit meiner Erfolgsteam*-Partnerin Monika besprochen.

Sie hat ein unglaublich gutes Talent, aus solchen Beschreibungen den Kern des Problemes herauszuhören und dann passende Affirmationen zu formulieren und so habe ich von ihr zwei Sätze bekommen, die meine Situation schon sehr gut treffen.

Interessanterweise sind dies auch Affirmationen, die ich mir selbst niemals so formuliert hätte – und dass sie sich etwas reiben ist für mich ein Zeichen, dass da auch ein Widerstand ausgehend von meinen Denkgewohnheiten vorhanden ist.

Konkretes Beispiel: Ich beschreibe meine Situation, diese Unzufriedenheit und diese Hindernisse – zum Beispiel dass ich den ganzen Tag lang nur so vor Ideen sprühe – nur dann, wenn ich mich hinsetze und etwas malen will, dann gibt es nur einen leeren Kopf.

Da nützt es auch nichts, wenn ich mir meine Ideen eifrig in meinem Notizbuch aufschreibe, denn in der konkreten Situation (Ich habe endlich Zeit zum Zeichnen und Malen) vergesse ich schlicht, dass ich dieses Notizbuch habe oder mag alternativ nichts aus diesen Ideen umsetzen.

Das Ganze deutet natürlich auf noch viel tiefliegendere Blockaden hin, irgendetwas in meinem Unterbewußtsein glaubt vermutlich, dass es gefährlich sein könnte, jetzt zu zeichnen und kreativ zu sein. Das wäre eine mögliche Erklärung.

Eine andere Erklärung findet sich in einem Podcast von Hedwig Seipel auf dem Feng Shui Blog. In kurzen Worten: Eine nicht abgeschlossene Vergangenheit führt zu Gerümpel (vorzugsweise im Keller) und die Lieblingsausrede dieser Betroffenen lautet:

“Ich würde ja so gerne…[hier Wunsch einfügen] …. aber ich muss erst noch …[Steuererklärung, Bügelwäsche, Telefonat]… erledigen.”

Sprich: es gibt immer etwas, was gerade noch wichtiger ist.

Da mir diese Formulierungen sehr bekannt vorkommen, habe ich von Monika folgenden positiven Satz zum Üben bekommen:

Ich erlaube mir, kreativ zu sein, auch wenn andere Dinge wichtiger sind.

Mein letztes Unbehagen mit diesem Satz habe ich mit dieser Endgültigkeit der Feststellung, dass andere Dinge wichtiger sind.

Ich hätte gerne keine solche Wertung darin…denn…vielleicht ist nämlich die Kreativität letztlich viel wichtiger als alle diese anderen Todos, die ich so verzweifelt mit allen möglichen Selbstmanagement-Verfahren zu managen versuche…

Wäre dies vielleicht eine bessere Formulierung?

Ich erlaube mir, kreativ zu sein, auch wenn andere Dinge ebenso wichtig sind.

Das würde zumindest eine Gleichwertigkeit herstellen.

Ich freue mich über Kommentare … auch zu diesen Formulierungen.

*Erfolgsteam: Dieses Konzept wird in Barbara Shers Buch “Wishcraft” ausführlich beschrieben.

Weitere Artikel hierzu gibt es unter dem Tag: Erfolgsteam

Wishcraft

19. September 2009

Neu-Anfang

Irgendwann langts. Ich drehe mich seit Jahren im Kreis, suche nach dem Sinn des Lebens, habe hunderte von Büchern und Ratgebern gelesen. Alles läuft letztlich immer wieder darauf hinaus (Achtung: bereits bekannt!) – dann man etwas TUN muss.

Hier im Blog war es in letzter Zeit etwas ruhiger, weil ich unter anderem darüber nachgedacht habe, in welche Richtung mein Blog weitergehen soll. Ich war nicht mehr zufrieden damit, einfach nur dieses Sammelsurium an Themen und Beiträgen aneinanderzureihen.

Ich bin so vielfältig interessiert und habe dennoch das Gefühl, an der Stelle zu kleben und nicht das Leben zu leben, das ich mir wünsche. Sinnigerweise habe ich auch noch einen wirklich anspruchsvollen Titel für mein Blog ausgewählt: “Lebe weise” – es soll oder sollte Motto und Leitfaden sein, aber irgendwie ist in den letzten Jahren nicht viel passiert, oder doch?
Schliesslich haben alle Themen, die ich durchgeackert habe ja letztendlich dazu geführt, dass ich heute die bin, die ich bin und hier stehe, wo ich stehe – mit allen meinen Themen, Interessen, Begabungen, Wünschen und Hoffnungen.
Jetzt geht es ums Tun. Ums Umsetzen. Und darüber werde ich in nächster Zeit berichten.

Anfang

Diese Postkarte hängt vor mir an meiner Pinwand – eigentlich habe ich sie gekauft, weil mich die Farben auf der Palette angesprochen haben – ein Anklang an meine kreativen Wünsche. Der Text von Nietzsche ist mir aber mittlerweile genauso wichtig geworden:

Alles Fertige wird angestaunt, alles Werdende wird unterschätzt.

Friedrich Nietzsche

15. September 2009

Unzufrieden … und zufrieden?

Mein Beschluß, mich wieder vermehrt mit meinen kreativen Gaben zu beschäftigen, wird auf eine harte Probe gestellt. Es ist schon schwer genug, sich überhaupt Zeit zum Malen, Gestalten und Collagieren quasi aus den Rippen zu schneiden… wenn der seltene Fall dann eintritt, dann bin ich mit dem Ergebnis nicht immer hundertprozentig zufrieden.

Möglicherweise habe ich in letzter Zeit zu viele Anregungen von beinahe “perfekten” Künstlern angeschaut und darüber vergessen, dass es ein langer Weg des Übens und Probierens ist, bis man auch nur annähernd “seinen Stil” gefunden hat.

Jedenfalls klaffen die Bilder im Kopf und die Bilder auf dem Papier weit auseinander.
Ich habe hier mal eine digitale Collage von verschiedenen Arbeitsschritten gemacht. Ich werte es im Moment als Test für verschiedene Acryl-Techniken. Leider fühle ich mich sehr unzufrieden, weil eben meine Vorstellung eine andere war…

2009-09-15-Collage Acryltechniken

Beim Ausprobieren mit meinen Farben ergaben sich aber andererseits auch einige wunderschöne Farbschattierungen, mit denen ich sehr zufrieden bin… vielleicht gehört vor allem dieses Wechselbad der Gefühle zum “kreativ” sein?

Farb-Schattierungen

1. September 2009

1. September

Heute ist der 1. September und an diesem Tag habe ich vor vielen Jahren meine Lehre begonnen. Auch Schule und Studium beginnen klassisch im September und irgendwie hat dieser doch schon herbstliche Monat durchaus die Energie für einen Neuanfang.

1. September

Heute morgen las ich in meinem Lieblingsbuch “Einfachheit und Fülle”, dass im Januar oft Entschlüsse gefasst werden, die zum Scheitern verurteilt sind – weil sich im Januar eigentlich jeder danach sehnt, sich auszuruhen und neue Kraft zu schöpfen.

Bei den Römern begann der Kalender noch im März – das Neujahr im Januar ist also eigentlich eher eine willkürliche Entscheidung, auch wenn ich die Aufbruchstimmung sehr mag, die da üblicherweise herrscht.

Im Prinzip ist es ja auch egal, welchen Tag man wählt, um ein neues Jahr zu beginnen, Neujahr, ein Schuljahr, ein Lebensjahr. Es sind immer wieder solche markanten Termine, die einen innehalten lassen. Sinn ist vielleicht auch nur, überhaupt einmal anzuhalten und den Kurs zu überdenken…

Heute ist ein guter Tag, um innezuhalten und vielleicht eine Viertelstunde über den Lebensweg nachzudenken. Vielleicht mögen Sie ja auch ein paar ungefilterte Gedanken dazu aufschreiben.

Gute Fragen hierzu sind vielleicht:

  • Würde ich am Ende meines Lebens voller Freude, Dankbarkeit und Zufriedenheit zurückschauen?
  • Wenn nicht, was würde ich bedauern?

Dieses Bedauern kann eine Spur sein, die in die richtige Richtung weist – auch wenn es erst einmal etwas schmerzhaft sein kann. Der Lohn für die Mühe ist Klarheit.

Buchtipp: Einfachheit und Fülle

Einfachheit und Fülle