9. Juli 2009

Eine Sommergrippe – oder FSME?

Meine Tochter hatte sich neulich eine Zecke eingefangen und nach genau vier Tagen bekam sie Fieber und Kopfweh. Ich habe die Zecke aufbewahrt und der Arzt sagte uns schon “Oh weh, eine Zecke, das ist ein Problem”.

Seine Auskunft war, dass FSME typischerweise bereits nach 4 bis 5 Tagen Fieber und Kopfschmerzen hervorrufen kann, die Diagnose sei aber relativ schwierig, da im Blut nach so kurzer Zeit jedoch kaum Antikörper nachweisbar sind.

Nur auf Verdacht eine Spinalpunktion durchzuführen, wäre aber seines Erachtens zu riskant. In der Rückenmarksflüssigkeit wären die Antikörper nämlich etwas früher nachzuweisen…

Eine Borreliose hingegen wäre aber nach so kurzer Zeit noch nicht ausgebrochen. Das macht die Borreliose ja auch so tückisch, dass kaum jemand seine Krankheitssymptome dann noch mit dem Zeckenbiss in Verbindung bringt…

Was mich sehr überrascht hat, ist seine Auskunft, dass es entgegen eines früher bekommenen Rates genau anders herum ist: FSME ist eine Virus-Infektion und kann nicht oder nur sehr schwer behandelt werden.

Borreliose dagegen ist bakteriell und die Schulmedizin kennt dazu immerhin die Antibiotika. Da ist meine Heilpraktikerin wohl ebenfalls einem Irrtum aufgesessen… Dies alles führt natürlich nicht gerade zur Erleichterung meinerseits.

Wie gut, dass ich die Zecke aufbewahrt habe, so konnten wir sie zur Untersuchung einschicken. Die Laboruntersuchung müssen wir aus eigener Tasche zahlen, aber heute früh habe ich das Ergebnis bekommen: Borellien positiv, FSME negativ.
In diesem Fall haben wir “Glück gehabt” – denn FSME kann nicht übertragen worden sein und es handelt sich vielleicht nur um eine Sommergrippe.

Meine Schlussfolgerung daraus: Immer die Zecke aufheben, dann ist vielleicht eine Diagnose im Ausschlussverfahren möglich. In unserem Fall hat es sehr zur Erleichterung beigetragen.

Gott sei Dank!

edit: Der positive Borrelien-Befund macht eine prophylaktische Antibiotika-Behandlung erforderlich. Man könne theoretisch auch warten, ob sich ein Borrelien-Titter entwickelt, das kann jedoch dauern. Es ist nach Meinung des Arztes angezeigt, so früh wie möglich einzugreifen, dann ist die Prognose bei Borelliose am Besten.

1. Juli 2009

Holprige kreative Schritte

Immer wieder sind auf meinen Wunschzetteln solche Dinge wie “Malen” oder “Collagen machen” draufgestanden – und wirklich, es kommt mir schon verrückt vor, wenn ich mir die schönen Arbeiten anderer Künstler im Internet anschaue und still geniesse und mich dann nicht an meine eigenen Versuche wage.Vor vielen Jahren habe ich einmal richtig gerne gezeichnet. Ich wundere mich, warum das auf der Strecke geblieben ist und es hat sicherlich Gründe, dass die einstige Freude dann irgendwann in Widerwillen umgeschlagen ist, auch wenn mir diese nicht wirklich klar sind.

Dieser wiederkehrende Wunsch hat mich nun dazu gebracht, mir eine “Kreative Ecke” in meinem Büro einzurichten. Ich habe in Umzugskartons im Keller nach Farben und Pinseln gekramt und mir im Schreibwarenladen der nächstgrößeren Stadt (die haben auch Künstlerbedarf) noch so fertig grundierten Malkarton gekauft. Fertig – für die ersten Versuche, mit denen ich sogar recht zufrieden bin. Mein zentrales Augenmerk liegt ja dabei (hoffentlich) auf dem Spaß-Faktor.

Hier ein paar Impressionen aus meiner “Werkstatt”:
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Kreativ-Platz, craft area
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Collage-Material
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Farben
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Welche Wünsche tauchen auf Ihren Wunschzetteln auf?Umbruch-grafik weiß