Buchführung
Manchmal ist mir dann auch noch eine Ausgabe durch die Lappen gegangen, z.B. der Cappuchino in der Eisdiele. Doch mit ein wenig Disziplin lassen sich die Belege schon schön sammeln… und damit bin ich routinenscheues Wesen an einem Punkt gelandet, wo sich das Ganze dann verstopft hat.
Wenigstens einmal in der Woche sollte man diese ganzen Belege dann nämlich in das Buchführungsprogramm seiner Wahl eintippen (ich verwende WISO “Mein Geld”), sonst geschieht das, was mir gerade passiert: Ein Berg ungebuchter Belege ist in einer Kiste gelandet, ich verbuche gerade Ausgaben von Mitte März und der Berg ist immer noch riesig.
Wenn man solche Altlasten abbauen will, helfen zwei Methoden:
- der Gewaltakt - gefühlte zehn Stunden am Stück (wahrscheinlich sind es effektiv weniger), aber das ist eh´ nicht mein Fall.
- Die Salamitaktik.
Hier ist es erst mal ganz wichtig, dass der Berg nicht wächst. Also habe ich jetzt zwei Routinen eingeführt:
- Erstens wird jeden Abend der Geldbeutel ausgeleert, die kleinen Münzen kommen in die Spardose und die Kassenzettel kommen (nein – nicht auf den Berg!) an die festgelegte Sammel-Stelle, von der aus ich…
- Zweitens – einmal in der Woche (bei mir derzeit am Donnerstag vormittag) alle Ausgaben eintippe.
Zusätzlich werden immer wieder mal ein paar Minuten eingeschoben. Timer auf 8 Minuten – und es sind wieder 10 oder 15 Zettel weniger. Das läppert sich zusammen und ich bin auch irgendwann fertig. (Vieleicht ist es mir dann sogar einen Extra-Artikel wert *grins*)
Erklärtes Ziel dieser doch eher lästigen Aktion ist, genau zu wissen, wohin mein Geld verschwindet. Zusammen mit dem einmal im Monat durchgeführten Kontocheck ergibt sich dann ein genaues Abbild meiner finanziellen Situation (und die ergibt sich halt erst, wenn auch in der untersten Zeile der Excel-Tabelle die Zahlen im Haushalts-Kassenbuch stimmen…*grmpf*).
Die Kontrolle über meine Finanzen zu haben und den Entwicklungstrend über die Monate zu sehen ist mir mittlerweile enorm wichtig geworden. Ich merke einfach überhaupt (und in Zukunft auch schneller), dass sich Löcher auftun und wo sie sich auftun und – am Wichtigsten: WIE ich gegensteuern kann.
Meine erste Maßnahme ist, die Ausgaben für Bücher für das verbleibende Restjahr zurückzufahren… auf Null… *ups* – und die Wünsche erst mal auf meinem Wunschzettel zu parken


Hallo Claudia,
das mit den 8 oder 15 Min. erscheint mir unter Umständen zu lange für den inneren Schweinehund. Deshalb halte ich mich da an einen Tipp von Barbara Sher, die vorschlägt, sich die kleinste Einheit zu suchen, die man bereit ist, zu tun. Das könnte in diesem Fall ein einziger! Zettel sein (oder wer lieber mit Zeit arbeitet, eine! Minute). Das ist so schnell erledigt, dass der innere Schweinehund das gar nicht bemerkt. Und man hat das gute Gefühl, etwas weggeschafft zu haben.
Liebe Grüße!
Sonja M. Berndl
Hallo Sonja!
Da hast Du natürlich Recht, ich habe die 8 Minuten auch nur als Hausnummer genannt.
Ich habe heute noch nicht die kleinste Einheit gefunden, die ich bereit bin zu tun… vielleicht ist dann auch ein anderes Thema wichtiger?
Liebe Grüße, Claudia
Ich das Wiso Buchführungsprogramm auch schon ausprobiert. Und ich komm damit wirklich nicht zurecht. Normalerweise stelle ich mich nicht dämlich an, aber bei den WISO Sachen muss man schon wissen wie man sie bedient.
Hallo Tom!
ja, das ist wirklich kein so supereinfaches Programm, die Buchung funktioniert aber ganz gut und es ist für mich leichter, als die Tabellen in Excel zu führen, da verlier ich nämlich den Überblick.
Völlig ausschöpfen tue ich die Möglichkeiten von “Mein Geld” noch nicht…