Visuelle Ablage

Die Organisation anstehender Projekte ist ein leidiges, weil nahezu unendliches Thema. Jedes Projekt verlangt, eine gewisse Zahl an Schriftstücken, Ideen, Notizen und Referenzmaterial zusammen zu halten. Bei den unterschiedlichen Projekten ist das oft sehr bunt gemischt.

Ich habe es lange mit Hängemappen versucht. Die simplify-Idee vom “gedrehten Stapel” ist sehr einleuchtend. Das schaut dann so aus:

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Wie man sieht, sieht man nichts.

Für mich als Augentierchen ist das ein gravierender Nachteil: ich brauche hier eine zusätzliche Liste, um zu wissen, was in welcher Mappe lagert. Fazit: Wenig praxistauglich.

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Auch die Umstellung auf das Classei-System war kein echter Fortschritt. Die Hängemappen sind lediglich dünner, man spart wirklich Platz, aber das grundsätzliche Problem ist das gleiche. Nicht-Sichtbarkeit des Inhaltes.

Das habe ich gemerkt, als ich bei einer längeren Suche ein bestimmtes Thema in drei verschiedenen Mappen gefunden habe, jeweils mit einem anderen Stichwort, das jedesmal für mich total zutreffend war, jedoch ein halbes Jahr später habe ich eben ein anderes Schlagwort benutzt… Fazit: die Wiederfindbarkeit ist ebenfalls sehr begrenzt.

Auch eine Schlagwortkartei in Evernote oder der Versuch, meine Projekte mittels Nummern zu sortieren, ist nur von begrenztem Erfolg. Das merke ich jedesmal, wenn mehr als eine Woche zwischen den echten Arbeitsprozessen verstrichen ist und ich wieder mal bei Null angefangen habe.

Immer das gleiche Problem: Alle Verzeichnisse und Listen und Sortierkriteren sind entweder Wörter oder Nummern gewesen. Nix für die Augen… :-(

Das taugt mir als visuell orientiertem Menschen nicht. Ich brauche Bilder.
Meine Lösung sieht jetzt so aus:

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Ich habe transluzente Clip-Mappen gefunden.
Darin ist jeweils EIN Projekt hineingeklemmt.
Manche haben noch einen “Umschlag” aus einem gefalteten A3 oder A4-Blatt, das ein Titelbild trägt. Ganz fix skizziert oder ein für das Projekt typisches Bildchen ausgedruckt.

Oder wenigstens der Name/Titel in großen bunten Buchstaben auf dem Titelblatt. Vielleicht auch als Birkenbihl`sches KAWA…

Abgeschaut habe ich mir diese Idee in dem Architekturbüro, in dem ich seinerzeit mein Praxissemester hatte: Dort wurden alle Unterlagen zu einer Planung in einer Papp-Mappe gesammelt – und weil man in einem Architekturbüro immer wenigstens eine Skizze eines Bauvorhabens hat, war als Titelblatt eben eine Kopie des Entwurfes mit einer charakteristischen Ansicht des Häuschens auf die Mappe draufgeklebt. Manche Mappen waren so dick, dass der Inhalt mit großformatigen Gummiringen zusammengehalten werden musste. Die schicken Clipmappen gab es damals noch gar nicht.

Übrigens tut es der Umschlag aus einem gefalteten Papier auch ohne die Clipmappe, ich mag lediglich sehr gerne die schönen Farben der Clips und die Tatsache, dass alles wirklich fest beieinander klemmt. Und wenn die Mappe zu voll ist, dann muss eben ausgemistet werden… oder in Teilprojekte zerlegt werden….

Viel Spass bei der visuellen Ablage!

Die Mappen gibt es übrigens günstig bei Aldi, Mc Geiz oder sogar bei amazon:

Klemmmappe SWINGCLIP, Hartfolie, transluzenter Vorderdeckel

4 Kommentare zu „Visuelle Ablage“

  • Murphy13:

    Hallo,

    ich denke das es grundsätzlich eine Gute Idee ist die Mappen mit visuellen codes zu versehen. Aber ab einer bestimmten Projektanzahl könnte das ganze ziemlich unübersichtlich werden, oder?
    Vielleicht wäre die kombination aus beiden Systemen (Classei/Visuel) ausprobierenswert.

    Ich habe meist ca 40-50 Projekte die mit Reitern zur schnellen Übersicht versehen sind. Zusätzlich bekommen die Mappen mit der Zeit noch ein Individuelles Design damit sie auch auf dem Schreibtisch auffallen.

  • Hallo Murphy13!

    Ich habe bis jetzt nur die wichtigsten anstehenden Projekte in solchen Mappen. Die Kunst liegt ja auch in der weisen Auswahl und der Beschränkung. Man kann ohnehin nur ein Projekt zur gleichen Zeit sinnvoll bearbeiten.
    Selbst wenn es dann mal 50 solche Mappen werden sollten – A3-Umschläge, gefaltet, lassen sich gut in Briefablagekörben stapeln und da lassen sich wieder Kategorien bilden… z.B. nach Auftraggeber oder Thematik. Ich brauche auch nur für die aktuellen Projekte wirklich eine stabile Clip-Mappe.

    Wenn ich dann ein bestimmtes Projekt suche, blättere ich die Mappen in der “Gesundheits-” oder “Wohnungskiste” geschwind durch und schwupp, liegt sie auf dem Schreibtisch – ready to work.
    Es kann ja auch nicht Sinn der Aufgabe sein, möglichst alle Projekte perfekt und vollständig zu erfassen, sondern ein brauchbares Werkzeug zum schnellen Wiederfinden und zum leichten Bearbeiten zu benutzen. Der Knackpunkt war für mich immer, auch einen “Ort” für die Projekte zu haben.

    Liebe Grüße, Claudia

  • Murphy13:

    Hi Claudia,

    hört sich gut an.
    Da ich im Vertrieb für sehr viele Kunden zuständig bin und leider nur 1-2 tage die Woche im Büro verbringe,
    hatte es bisher so gehandhabt das ich folgende Projekte erfasse:
    - Beruflich
    - Nach Kunden und Projekt (z.B. Kunde X Projekt Y …)

    HIer kommen leicht 50 – 100 Projekte (kleine & große) zusammen. Leider fällt es mir schwer hier die wichtigsten herauszufiltern, da Sie irgendwie alle wichtig werden können.

    Zusätzlich habe ich aber für jeden Kunden und Projekt noch einen eigenen Ordner auf meinem Rechner.

    Z.Zt. schwanke ich noch zwischen beiden Methoden wobei jede seine Vor- u Nachteila hat. Das Notebook habe ich immer dabei, die Ordner nur selten. Umgekehrt schreibe ich sehr gerne mit Papier und Stift und bin damit auch schneller. Hierfür habe ich ein kleines A5 Buch dabei in dem alles erfasst wird was gerade so anfällt. 1x am Tag “leere” ich dieses Buch und verarbeite es in meine einzelnen Projekte.

    Gruß und schönen Sonntag,

  • … als Neu-Classeiist bin ich bei der nicht-visuellen Euphorie-Stufe und spare viel viel Zeit – s.a.
    http://www.fokus-erfolg.de/index.php/ordnung-ist-das-halbe-leben/

    Herzlichst Ihr Erfolgs-Blogger

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Mir fällt es unheimlich schwer, ein Buch wegzuwefen. Altpapier ist einfach viel zu grausam für die papiernen Freunde.

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