Archiv für April 2007

wie fühlen Sie sich?

Heute hält mein Mondkalender wieder ein sehr zutreffendes Tagesmotto für mich bereit. Denken Sie doch auch mal darüber nach:

Vielleicht haben Sie schon einmal bemerkt, dass es durchaus seinen Sinn hat, wenn Sie sich unausgeglichen und orientierungslos fühlen, denn dadurch lernen Sie, wie man ausgeglichener wird und seine Orientierung im Leben findet.

Sanaya Roman

Nur eine kleine Weile

Ich habe eine liebe Kollegin bei einer Weiterbildung kennen gelernt und neben ihrer Tätigkeit als Feng Shui Beraterin ist sie auch Märchenerzählerin.

Grafik Sonne

Sabine Meyer
raum und weg

Praxis für klassisches Feng Shui und Lebenswegbegleitung

Dieses Märchen aus der Feder von Sabine Meyer möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Es war einmal… eine kleine Weile. Die war noch sehr jung und unerfahren. Und sie war viel zu klein, um sich gegen die Jahrhunderte und Jahrtausende durchzusetzen, wenn diese wieder an ihr rum mänkeln wollten, dass sie ja noch nicht lange auf der Welt war und nichts geleistet hatte.

Von allen Seiten hörten sie nur: du musst noch wachsen, bevor du mitreden darfst. Du musst erst noch groß werden und Geschichte schreiben, damit wir dich ernst nehmen. Du bist so klein und bedeutest nichts. Die kleine Weile wollte ja wachsen und groß werden. Aber sie wusste nur nicht wie. Vor allem da ihr die alte Zeit erzählte, dass, wenn sie nicht aufpasst sind nur lang und nicht groß werden würde. Und eine Langeweile, nein, dass wollte die kleine Weile ja nun wirklich nicht sein.

Und so saß sie jeden Tages tief in sich versunken auf einem Mäuerchen im warmen Sommersonnenschein und dachte nach. Denn sie dachte, mit Nachdenken würde sie schon ergründen, was sie tun musste um bedeutsam zu werden. Als sie plötzlich vorsichtig und sacht angestupst wurde. Unwillig öffnete sie ihre Augen. Sie sah nichts. Da stupste es noch mal. „Was soll das?“ rief sie aufgebracht. Noch ein Stupser und dann schaute die kleine Weile endlich nach unten und sah ein kleines Samenkorn, weich, zart und samtgrün, auf dem Mäuerchen neben ihr sitzen. „Heda, lass das sein! Du störst mich im Bedeutsamsein! Ich kann nicht denken, wenn du mich ständig anstupst.“

„Ach, liebe, kleine Weile, bitte helfe mir!“ rief da das Samenkorn von unten herauf. „Das dauert bestimmt eine lange Weile, dir zu helfen. Nein, dafür habe ich keine Zeit!“ erwiderte die kleine Weile und schloss wieder die Augen, um zu ergründen, was sie ist und was sie werden will.

Abermals stupste der Samen sie an. „Bitte kleine Weile! Es dauert bestimmt nicht lang!“ flehte das Körnchen um Hilfe. „Da du nun überhaupt keine Ruhe geben willst, so sage denn dein Sprüchlein auf und was ich tun muss, damit du endlich still bist!“ brummte die kleine Weile. „Ach, pflanze mich! Bitte pflanze mich! Hier kann ich nicht wachsen auf dem Mäuerchen. Ein starker Wind und schon bläst es mich fort!“ „Pflanzen soll ich dich? Nun gut, dass scheint wirklich nicht lange zu dauern!“ sagte die kleine Weile und nahm das kleine Samenkorn in ihre Hand, sprang das Mäuerchen runter und trug es in eine Ecke des Gartens, in der viele blühende Pflanzen standen. Aber als die kleine Weile den Samen einpflanzen wollte, rief dieser: „Nein, nicht hier! Hier sind zu viele andere!“

Da ging die kleine Weile weiter und suchte eine andere Ecke im Garten. In der schattigen Ecke stand keine Pflanze und kein Baum. Doch auch diesmal rief der Samen, als die kleine Weile es einpflanzen wollte „Nein, nicht hier! Hier scheint ja keine Sonne!“ „Du bist ganz schön anstrengend!“ murrte die kleine Weile und suchte schließlich eine Ecke im Garten mit dem schönsten Sonnenschein und wo noch gar nichts wuchs. Dort pflanzte sie das Samenkorn in die dunkle, feuchte Erde. Dann stand sie auf und wollte gehen. „Ach, bitte kleine Weile!“ rief der Samen „bitte gib’ mir noch etwas zu trinken, denn in der Sonne ist es so warm!“ Da holte die kleine Weile eine Gießkanne mit frischem, klaren Wasser aus dem Brunnen und goss das Wasser über den Samen aus. Im selben Moment wuchs aus dem Samen ein kleines Blättchen heran, grün und schön war es. Und es wuchsen mehr und mehr. Sie wurden größer und größer und reichten der kleinen Weile schon bis ans Knie.

„Ei, was ist denn das?“ rief die kleine Weile „Ich wachse!“ sagte die Pflanze. „Weil du mich in guter Erde in der Sonne gepflanzt und mich mit Wasser begossen hast, kann ich endlich wachsen, groß und stark werden!“ „Wächst du immer, wenn du Wasser bekommst?“ „Ja, manchmal ein bedeutsames Stück, manchmal nur ein so kleines Stück, dass du es vielleicht nicht erkennen kannst!“ „Dann werde ich jetzt jeden Tag kommen, dir Wasser geben und dir beim Wachsen zu schauen! Vielleicht lerne ich so, wie ich wachsen und bedeutsam sein kann.“

Und so kam die kleine Weile jeden Tag zu der Pflanze, gab ihr Wasser, lockerte das Erdreich um sie herum und sprach mit ihr. Und die Pflanze wuchs und wuchs. Sie wuchs immer höher und höher. Und bald war sie ein großer, prächtiger Baum. Aber die kleine Weile, blieb das was sie war, eine kleine Weile. Das machte sie traurig und oft fragte sie den Baum: „Sag’ mir lieber Baum, warum wachse ich denn nicht?“ „Ach, kleine Weile, habe Geduld!“

Und so verging die Zeit. Und eines Tages kam die kleine Weile zu ihrem Baum und sah ihn schon von Weitem leuchten. Wie in einem hellen Licht überstrahlte er den ganzen Garten. Unzählige kleine weißen Blüten trugen die mächtigen Zweige des Baumes und hüllte ihn wie ein weiches Teppich ein.

Als die kleine Weile näher trat, sprach der Baum zu ihr: „Endlich kommst du meine liebe, kleine Weile! Denn heute ist der Tag!“ „Was für ein Tag ist heute, lieber Baum?“ fragte die kleine Weile. „Heute sollst du erfahren, warum du bedeutsam bist!“ Und als er das sprach, fielen die weißen Blüten von den Zweigen wie sanfter Sommerregen. Und sie tanzten um die kleine Weile herum.

Da sprach der Baum:

„Klein war der Samen
Und hatte noch keinen Namen.
Da sah er eine kleine Weile
Und rief: eile , eile.
Setz mich in die Erde
Damit ich was werde.
Will wachsen der Sonne entgegen
In ein neues freies Leben.
Will streuen meine Blüten fein,
denn die Liebe, die Liebe werd ich sein.“

„Du bist die Liebe!“ rief da die kleine Weile. „Ja, meine liebe, kleine Weile! Und nun werden all meine Blüten ausziehen, um die kleinen Weilen der Welt zu suchen, damit sie neue Liebe säen und behüten, so wie du es mit mir gemacht hast. Denn nur durch euch, ihr kleinen Weilen in der Welt, nur durch euch, kann die Liebe leben!“

„Nun werden wir ausziehen, neue Liebe und neue Zeiten zu säen!“ riefen die Blüten zusammen und stoben in alle Himmelsrichtungen davon. Wie kleine weiße Wolken zogen sie in den blauen strahlenden Himmel. Und von Weile zu Weile, gab eine der Blüten ihren Samen frei. Und er fiel auf die Erde, landete hier oder dort, bei einer Frau, bei einem Mann, bei einem Paar oder bei einem Kind. So mancher Samen wurde zertreten, übersehen, fortgeworfen und verachtet. Aber viele, ganz viele wurden zärtlich in die Hand genommen, eine kleine Weile begutachtet und eine kleine Weile sorgsam gepflanzt und eine kleine Weile jeden Tag mit frischem Wasser gegossen. Sie wuchsen heran zu neuen Bäumen und sie streuten neue Blüten über die Welt.

Die kleine Weile und der Baum aber gingen zeit ihres Lebens nicht mehr auseinander. Und so kann jeder liebt, den Baum finden, und vielleicht sieht er auch gerade, die kleine Weile gemütlich am Stamm des starken Baumes lehnen und reden und lachen und lieben.

Hände weg von Basilicos!

Basilikos-Ausschnitt-bearb

Es gibt wieder einen meiner Lieblingsartikel. Diesmal werden Basilicos-Kapseln beworben. Das scheint ja ein echtes Universal-Heilmittel zu sein – es ist schon erstaunlich, wie die vielen Informationen alle in diesem knapp bemessenen Raum für Anzeigen-Werbung Platz gefunden haben…

Basilicos, das “Kraut der griechischen Götter” wird jetzt in konzentrierter Kapselform an den mündigen und des Lesens mächtigen Verbraucher gebracht.

Das Versprechen lautet: Entschlacken, entgiften, aktivieren, entwässern, Fett abbauen, Stoffwechsel anregen und so weiter…

Ich könnte schon wieder vor Wut platzen, weil ich finde, dass solche Artikel in der immer gleichen Art und Weise die Leser und Konsumenten für dumm verkaufen.

Nehmen wir diesen Artikel mal auseinander:

“Millionen fühlen sich jetzt müde, ausgelaugt und genervt.” – Prima Einstieg, da trifft man sicher immer die Richtigen, denn wer lebt denn heutzutage schon in strahlender Gesundheit und voller Energie? (So wie es eigentlich sein sollte!) Somit ist die Zielgruppe klar: Die westliche Zivilisation.

“Dr. Isabella Mahn, Biologin und Expertin für Naturheilverfahren…” – Fein, da hätten wir unseren Experten. Leicht lässt es sich an einen Titel glauben oder man hört auf den fachlichen Rat eines “Experten”. Das schützt immerhin davor, selber denken zu müssen oder gar selbst die Verantwortung übernehmen zu müssen.

Gehen Sie zu einem Arzt oder Heilpraktiker, der SIE persönlich und IHRE Krankengeschichte kennt. Echter Rat bezieht sich immer auf Sie als Person und auf Ihre persönliche Situation!

“Unsre Körper sind am Tiefpunkt, stecken voller Schlacken und durch den Bewegungsmangel voller nicht abgebauter Genussgifte.” Prima. Und zwei Kapseln Basilicos sollens jetzt richten, oder was?

Ich denke schon auch, dass Schlacken und Übersäuerung ein Grund für Gesundheitsprobleme sind. Aber das wird sich – denke ich – mit zwei Kapseln hier und da nicht so einfach beheben lassen.
Und dass die Genussgifte hauptsächlich wegen dem Bewegungsmagel im Körper verbleiben, das ist finde ich schon eine gewagte Verknüpfung…
Für mich sieht das eher so aus, als sollten wieder mal drei Schlagworte in einem Satz verbaut werden, damit auch sicher jeder Leser seinen Schwachpunkt wiedererkennt und mit Hilfe der Problembeschreibung “Genussgifte”, “Schlacken”, “Bewegungsmangel” soll eben eine Saite zum Kingen gebracht werden.

  • “Schlechtes Gewissen aktivieren” nennt man das.

“Darm, Organe, Gefäße und Zellen brauchen dringend eine Reinigung.” Richtig. Der Artikel nennt hier praktischerweise gleich mal die wesentlichen Bausteine unseres Körpers. Schlagworte, die immer gerne gehört werden, denn es gibt immer einen Patienten, der gerade ein Darmproblem oder ein Gefäßproblem oder ein Organproblem hat.

Die Reinigung des Körpers ist eine sehr gute Idee. Im Darm sitzt die Gesundheit. Wenn sich dort der “Mist” stapelt, kann es dem Körper nicht gut gehen. Für den Darm gibt es beispielsweise die F.X.Mayr Kur oder eine Hydro-Colon-Therapie. Das wäre mal ein guter Ansatz und nicht:
“Am besten natürlich mit Basilicos, das schon die Ärzte der Antike nutzten.”

Jetzt folgt eine haarsträubende Geschichte aus dem alten Griechenland:

“Die reichen Griechen hatten einen sehr wohlhabenden Alltag mit 4 bis 5 festen Mahlzeiten, dennoch waren sie meist schlank und gesund und lebten lange, weil sie dank dem Basilicos-Kraut mit seinen einzigartigen Bitterstoffen stets über einen aktiven und gesunden Stoffwechsel verfügten.”

Hallo? Gehts noch? Die Griechen waren reich. Sie hatten Sklaven, die die anstrengende Drecksarbeit machten und sie waren die Erfinder der Gymnastik – Körperübungen (!) von altgriechisch gymnázein – üben, turnen.
Die Griechen hatten nämlich ein hohes Ideal: eine edle Seele in einem schönen Körper zu vereinen – und von daher legten sie sehr wohl gesteigerten Wert auf Bewegung und Körperübungen. Das kann sicher ein Grund für ein gesundes Leben der alten Griechen sein.
Bei Bewegung ist der Stoffwechsel üblicherweise angeregt und Völlerei hat sicher auch bei den Griechen zu Fettleibigkeit und Diabetes geführt. Mit “Basilicos” hat das alles meineserachtens nicht viel zu tun.

“Ich bringe mit bei meinen Patienten durch die Entgiftung und Entschlackung mit Basilicos Herz und Hirn, Seele und Sexualität sowie jedes Organ wieder in Schwung.”
Man beachte die sprachlich gewandte Anwendung der Alliteration: Herz und Hirn, Seele und Sexualität. Ein Werkzeug aus der Textschmiede, das auf jeden Fall Wirkung erzielt.

Entgiftung ist sinnvoll, gerade auch, wenn man in seinem Leben mit Amalgam-Plomben konfrontiert wurde. Warum nur machen andere Heilpraktiker dann zur Entgiftung und Entschlackung aufwendige Kuren mit homöopathischen Komplexmitteln, die sich in einem durchdachten Rhythmus abwechseln? Sind die alle doof?

Wollen Sie wieder echten Schwung in Ihr Leben bekommen? Machen Sie einen Volkshochschul -Kurs, lernen Sie eine Sprache, gehen Sie zum Tanzen oder zum Nordic Walking. Das ist meiner Meinung nach viel sinnvoller, als irgendwelche Kapseln zu schlucken. Machen Sie etwas. Das setzt Aktivität voraus. Oder glauben Sie etwa, als Couch-Potatoe werden Ihnen irgendwelche Kapseln beim Schwingen helfen? Wollen Sie wieder Schwung und Energie in ihre Organe bekommen? Dann probieren Sie mal eine Shiatsu-Massage aus oder lernen Sie Tai Chi.

“…und durch die aktivierte Verdauung und Entschlackung wird man auf natürliche, nebenwirkungsfreie Art ohne Diät oder Hungerkur schlanker – oft um eine ganze Kleidergröße.” – Also so einfach funktioniert es eben nicht. Hungerkur ist Quatsch, das ist mittlerweile bekannt. Diät in der landläufigen Variante mit Verzicht und Kalorien zählen ist ebenfalls nicht empfehlenswert.
Jedoch – weiter zu (fr)essen wie bisher und zu glauben, dass ein paar Kapseln den Schaden geradebiegen, das – finde ich – ist schiere Unvernunft.

Diät im eigentlichen Wortsinn meint “Lebensweise” (kommt witzigerweise schon wieder von den Griechen: diaita) Abnehmen kann nur funktionieren, wenn man sich vernünftig ernährt und das ist eine lebenslange Herausforderung und bedarf einer anderen Einstellung zum Essen. Aber das ist ein weites Feld und ein anderes Kapitel.

Nun zu den 60 verschiedenen Basilikumarten – es gibt tatsächlich so viele, wie ein Blick in den Artikel Basilikum (Gattung) bei der Wikipedia verrät. Zumindest wird an dieser Stelle im Artikel der Bezug zum Lippenblütler Basilikum hergestellt, um diesen handelt es sich offensichtlich bei “Basilikos”.
Dem Basilikum werden einige medizinische Wirkungen nachgesagt, unter anderem bei Erkrankungen der Harnorgane, bei Darmentzündungen, Magenkrämpfen, Erbrechen, Blähungen, Verstopfung und Migräne. Insofern ist es sicher wirksam und hilfreich… doch die Dosis macht das Gift!

Jetzt kommt zum Ende des Artikels noch mein Lieblingszitat:

“Jedoch: um sinnvolle und spürbare Ergebnisse zu erreichen, reicht das normale Gewürz nicht aus. Man braucht konzentrierte Dosierungen. Daher ist es ratsam, Basilicos in Kapseln einzusetzen. In den Apotheken gibt es unter dem Stichwort Basilicos diverse rezeptfreie Produkte, die allesamt zu empfehlen sind.”

Ich liege immer noch unter dem Tisch vor Lachen – die Griechen waren also deshalb so gesund, weil sie nicht nur das Gewürz Basilikum, sondern eben diese wertvollen Basilicos-Kapseln geschluckt haben? Hallo? Hat da gerade jemand sein eigenes Argument kaputt gemacht?

Mein weiteres Recherchieren zum Thema Basilikum lässt mir jedoch das Lachen vergehen: In der Wikipedia steht im Artikel Basilikum unter dem Stichwort “Gesundheitliche Aspekte”:

  • “Basilikum enthält den krebserzeugenden und erbgutschädigenden Stoff Estragol. Da eine konkrete Gesundheitsgefährdung beim Menschen bisher aber noch nicht nachgewiesen wurde, lassen sich zum Risiko, welches durch einen regulären Verzehr entsteht, bislang keine spezifischen Angaben machen. Nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass die Konzentration des natürlichen Giftes Estragol im Basilikum dem Menschen etwas anhaben kann, so lange es mit der Nahrung in durchschnittlichen Mengen verzehrt wird.”

Na prima. Wir haben jetzt zwei Möglichkeiten:

  • Also entweder enthalten die Kapseln hochkonzentriertes Basilikum, dann würde ich die lieber nicht einnehmen, denn da wäre mir die Gefahr von Nebenwirkungen durch Estragol zu hoch…
  • oder sie enthalten Basilikum in einer harmlosen Menge, dann würde ich sie aber auch nicht einnehmen, denn das normal dosierte Basilikum hat der Gemüsehändler sicher billiger.

Erkenntnis des Tages: Schmeissen Sie Ihre Fernsehzeitschrift weg. Oder ignorieren Sie wenigstens solche Artikel.

Shiatsu

Ich komme gerade von meiner zweiten Shiatsu-Behandlung. Shiatsu ist eine Massagetechnik, die durch Drücken und Dehnen entlang der Körpermeridiane Energieblockaden aufspürt und auflösen kann. Und das Beste: Shiatsu beruht ganz und gar auf der Weisheit der Fünf-Elemente-Lehre, bzw. natürlich ursächlich auf den komplexen Erkenntnissen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Jeder Körpermeridian wird in der TCM einem Organfunktionskreis und einem der Elemente zugeordnet, so ist z.B. der Lunge-Dickdarm-Funktionskreis dem Metallelement zugeordnet. Das ist quasi angewandtes Feng Shui für den Körper. Oder eben eine weitere Möglichkeit, die komplexen Zusammenhänge zwischen den fünf Elementen zum eigenen Wohl zu nutzen.

Ich habe heute am eigenen Leib erfahren, wie sich Blockaden des Blase-Nieren-Meridians anfühlen können, einige der Druckpunkte waren verflixt schmerzhaft. Jedoch ist das Wohlgefühl danach unbeschreiblich gut.

Der Blase-Niere Meridian wird dem Wasserelement zugeordnet und ein seelisches oder mentales Thema, das hier unmittelbar dazugehört, ist das Loslassen.

Loslassen von alten Angewohnheiten oder auch ganz banal: Loslassen von allem Zuviel in der Wohnung, im Leben.

Miriam Weber, die Shiatsu-Therapeutin hatte in ihrer Praxis auch ein wunderschönes Buch von Louise Hay stehen, in dem sich ganz viele schöne Texte und Affirmationen zu diesem Thema finden: Meditation für Körper & Seele
Hier die Seite zum Thema Loslassen:

Hay-Loslassen_0001

Ein Auszug aus dem Stichwortregister:

Akzeptanz, Angst, Bewusstsein, Einkommen, Erfolg, Erwartungen, Familie, Finanzen, Gedanken, Geduld, Geschäft, Hausarbeit (!), Immunsystem, Kinder, Klarheit, Kontrolle, Lernen, Liebe, Macht, Meditation, Ordnung, Problemlösung, Rechnungen, Reisen, Religion, Schmerz, Schönheit, Schuldgefühle, Trauer, Tun, Unterstützung, Verantwortung, Verdauung, Verdienst, Verlust, Vorurteile, Wandel, Wahlfreiheit, und, und, und…

Wie man sieht, sind die elementaren Stichworte des Lebens hier versammelt. Ich denke, wenn man es schafft, sich mit diesen Texten zu beschäftigen, gerade bei den Themen, die bei einem selbst gerade “anbrennen”, dann erreicht man eine positive Sicht auf die Dinge und diese “Saat” wird einen Wandel im Leben, eine Entwicklung hin zu mehr Lebensqualität bewirken.

Meditation für Körper & Seele

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