Archiv für Dezember 2006
Zeit für einen Ölwechsel
Welches Öl benutzen Sie zum Kochen? Welches Fett essen Sie?
Fette und Öle sind lebenswichtige Bausteine, die unser Körper für einen funktionierenden Stoffwechsel benötigt. Beinahe jeder hat schon von essentiellen und ungesättigten Fettsäuren gehört. Diese sind nur in naturbelassenen und kaltgepressten Ölen drin. Fett und Öl, das über 42°C erwärmt wird, beginnt, sich chemisch zu verändern.
In der Nahrungsmittelindustrie werden Speise-Öle in etwa so hergestellt: Die Rohstoffe (Samen und Nüsse) werden auf Temperaturen von 80 bis 120°C erhitzt. Dadurch wird die Molekularstruktur entscheidend verändert zerstört. Die warme Saat wird gepresst, um möglichst viel Öl aus den Rohstoffen heraus zu quetschen. Dann wird aus dem nach der Pressung verbleibenden Presskuchen das letzte bisschen Öl mithilfe von Lösungsmitteln ausgewaschen. Ziel ist die maximale Ausbeute an Öl aus dem Pflanzen-Rohstoff.
Jetzt folgt die Raffination: Entschleimung, Neutralisierung, Bleichung, Desodorierung, Filtration, Wiedereinfärbung und Abfüllung. Die sekundären Pflanzenstoffe und Vitamine gehen auf diesem industriellen Weg größtenteils verloren.
Solche Fette und Öle sind für den Organismus wertlos.
“Schlechtes” Fett kann nur unter großen Schwierigkeiten verstoffwechselt werden und verbleibt im Körper. Die berühmte Cellulite entsteht unter anderem durch solche Ablagerungen im Zellzwischenraum. Dazu kommen dann noch Schlacken und andere Depots mit Abfallprodukten eines überforderten Stoffwechsels.
Ich denke, es ist essentiell wichtig, wieder verstärkt gutes, kaltgepresstes Öl zu verwenden (bitte nicht erhitzen!) – das gibt dem Körper die Chance, seine Depots aus “schlechtem Fett” langsam wieder aufzulösen.
Kaltgepresstes Öl kann leicht über den Salat gegossen werden oder auch hinterher über das noch warme fertige Essen geträufelt werden. So muss es nicht mitgekocht werden.
So schlecht ist übrigens unsere Butter in dieser Hinsicht nicht: sie ist zumindest nicht erhitzt.
Und zum Thema “das ist ja alles so teures Öl“: Ich habe mal bei ölscheich24 recherchiert, welches Motoren-Öl mein Auto brauchen würde: TITAN Supersyn ECOFLEX – SAE 5W-30. Da kostet der Liter 15,10 €. Probieren Sie es aus, es gibt dort einen Ölfinder, geben Sie die Marke Ihres Autos ein und schauen Sie, was das Öl für Ihr Auto kosten würde..
Diesen Betrag kann ich doch leicht für das Öl ausgeben, das ich in in meinen Körper fülle, oder?
Foto: mattmaxx – pixelquelle
“Bleiben Sie gesund.”
So hat mich meine Heilpraktikerin heute verabschiedet. Ich hab gesagt: “Jaja, erst mal gesund werden” und sie sagte: “Nein. Bleiben Sie gesund.”
Und sie hat recht. In dem Moment, in dem ich denke, ich muss erst gesund werden, habe ich bereits akzeptiert, dass ich krank bin. Damit habe ich das Gesund-Sein auf später verschoben.
Wenn ich denke und sage “Ich bin gesund”, dann bin ich grundsätzlich auch gesund. Alle Maßnahmen, die ich jetzt unternehme, um z.B. den Schnupfen besser zu lösen oder das Kratzen im Hals etwas zu mildern, dienen lediglich dazu, mein Immunsystem zu stärken und meine Selbstheilungskräfte zu unterstützen.
- Es ist der entscheidende Unterschied in meiner Sprache und meinem Denken.
Der Talmud kennt dazu auch folgende Weisheit:
Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Deine Worte.Achte auf Deine Worte,
denn sie werden Handlungen.Achte auf Deine Handlungen,
denn sie werden Gewohnheiten.Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.Achte auf Deinen Charakter,
denn er wird Dein Schicksal!
In allen Religionen der Welt sind die grundsätzlichen Lebensweisheiten bereits bekannt.
Aromatische Kürbissuppe
Noch ist Kürbiszeit und ich hatte noch so ein Hokkaido-Exemplar zuhause liegen.
So geht es:
- Den Hokkaido-Kürbis waschen, entkernen und mitsamt der Schale kleinschneiden.
- Eine Zwiebel (schälen und) würfeln.
- Ein etwa daumengroßes Stück Ingwer schälen und ebenfalls würfeln und
- beides im Kochtopf in Butter andünsten.
- Jetzt die Kürbis-Stücke mit andünsten.
- Mit kochendem Wasser (Wasserkocher) aufgießen und zusammen weich kochen, das dauert etwa 20 Minuten. Dann mit dem “Zauberstab” (ESGE) pürieren. Ich liebe dieses Gerät, weil es am unteren Ende komplett aus Edelstahl ist und somit auch in kochenden Flüssigkeiten benutzt werden kann.
- Einen Schuss gutes Öl zugeben.
- Jetzt kommen die Gewürze dazu, die ich nicht mehr mitkoche, sondern nur in der heißen Suppe ziehen lasse: Rosenpaprika, Pfeffer, Oregano, Thymian, Rosmarin, Salz und Zitronensaft. Ich habe eine ganze Zitrone genommen. Die Suppe ist sehr aromatisch geworden.
Weil ich die Zitrone als letztes zugegeben habe, endet der Kochzyklus im Holzelement. Damit ist die Suppe quasi “adressiert” – es sind alle Elemente enthalten und sie stärkt besonders das zuletzt zugegebene Holzelement.
Also, das war mit Abstand die leckerste Suppe, die ich diesen Herbst gezaubert habe.
Ganz in meinem Element

Im Feng Shui dreht sich ja vieles alles um die Frage, welchem Element man selbst zugeordnet wird. Darauf gründen sich die ganzen folgenden Maßnahmen, die auf das förderliche Element nach den Wandlungsphasen setzen.
Wer sich mit dieser Lehre näher beschäftigt, wird zwangsläufig auf Widersprüche in der Zuordnung zum persönlichen Element stoßen. Es gibt nicht nur die verschiedenen Feng Shui-Schulen, die das unterschiedlich handhaben – nein, zu allem Überfluss stößt man unweigerlich auch auf die Lehren der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und damit auch auf die Ernährung nach den Fünf Elementen.
Zusätzlich kann man sich noch die verschiedensten psychologischen und astrologischen Richtungen in der Elementelehre aussuchen. Die Schwierigkeit ist, dass jedem der Fünf Elemente so unglaublich viele Entsprechungen auf allen Ebenen des Daseins zugeordnet werden – da kann man schon den Überblick verlieren. Jetzt wird es erst richtig kompliziert.
Auf der Suche, welches Element ich denn nun eigentlich bin, habe ich mich durch die verschiedensten Bücher und Methoden gearbeitet und einige viele Tests gemacht. Ich habe auch mehrere Testpersonen nach diesen Facetten analysiert und bin fast verzweifelt. Je nach Blickrichtung war ein eindeutiger “Erd-Mensch” plötzlich dem Holz zugehörig und ein nach Feng-Shui eindeutiger “Metall-Mensch” war plötzlich Feuer. Mich hat auch die Frage getrieben, wie es denn eigentlich sein kann, dass alle Menschen eines Jahrgangs einem einzigen Element zugeordnet werden können – wo bleibt denn da die Vielfalt? Wo bleibt die Persönlichkeit?
Darüberhinaus geht es ja in der östlichen Weisheit immer um die Harmonie der Elemente. Es soll ja ein Fließen der Fünf Elemente erreicht werden, also sind immer alle Elemente erforderlich.
Wer sich ein wenig in die TCM einliest und das geht ganz leicht, wenn man sich für die Ernährung nach den Fünf Elementen interessiert, der stößt irgendwann auf die Tatsache, dass es ein “angespanntes Holzelement” und eine “Yin-Fülle” und “trockene Hitze” und “Feuchtigkeit” gibt – und noch verwirrend viel mehr.
So. Und was mache ich jetzt?
Immer dann, wenn es um die Persönlichkeit und um den Menschen selbst geht, nehme ich einen Test, der das momentane Zustandsbild nach den Fünf Elementen abbildet. Jetzt fällt die Interaktion mit der Wohnung zunächst mal weg und es geht um das Gleichgewicht der Elemente im Menschen selbst.
Jetzt sind zum Beispiel die Zuordnungen der Elemente zu verschiedenen Symptomen oder eben auch Tests über die Persönlichkeit hilfreich, weil sie helfen ein Ungleichgewicht im Körper oder in der Seele zu erkennen. Hier kann ich mit Hilfe der Nahrung oder mit Hilfe von Aktivitäten ganz gezielt in das Ungleichgewicht regulierend eingreifen.
Beispiel: Atemübungen werden dem Metall-Element zugeordnet. Metall ist das Sinnbild für Struktur. Nichts ist strukturierter und geordneter als die Atmung. Auch Musik und Mathematik gehören meiner Meinung nach zum Metall-Element.
Weiteres Beispiel: Der saure Geschmack (Zitronen etc.) wird dem Holz zugeordnet. Er hilft, die Leber (ebenfalls dem Holz zugeordnet) zu entspannen. Ob man eine angespannte Leber oder ein angespanntes Holzelement hat, sieht man häufig an einem emotionalen Ungleichgewicht: man ist möglicherweise aggressiv, reizbar oder jähzornig. Hier kann mit der Ernährung nach den Fünf Elementen viel ausgeglichen werden. Schon der Volksmund kennt die Redensart: “Sauer macht lustig.”
Das ist die Faszination an den Fünf Elementen. Es ergibt eine höhere Ordnung und man erhält Einblicke in die Zusammenhänge des Lebens, wenn man sich mit dieser sehr ausgereiften Lehre beschäftigt. Es passt einfach so gut.
Welches Element bin ich denn nun? Was nehme ich? Woran orientiere ich mich? Die Antwort sieht vielleicht so aus:
- Im Feng-Shui wird die Zuordnung nach den Geburtsjahren vorgenommen. Alle Menschen eines Jahrgangs haben dann das gleiche Geburtselement. Auch wenn das eine sehr sehr grobe Einteilung ist – für die Feng-Shui Maßnahmen passt diese Einteilung. Hier geht es um die Interaktion des Menschen mit seiner Wohnung. Metall-Menschen sollen Erde-Farben zur Förderung ihrer Energie einsetzen. Nur als Beispiel. Ich nehme nach wie vor mein Geburtselement – wenn es z.B. um die Beziehungen zwischen mir und meiner Wohnung geht. Dazu gehört beispielsweise schon nicht mehr die Auswahl der Kleidungsfarben.
- Dann gibt es für mich den auf den Menschen allein (ohne Wohnung) bezogenen Aspekt, der emotionale Anteile enthält, sprich die psychologische Persönlichkeit und eventuell auch körperliche Krankheitsbilder beinhaltet. Hier gibt es nur ein eventuelles Ungleichgewicht – es müssen alle Elemente enthalten sein, ich kann nur versuchen, eine eventuelle Disharmonie auszugleichen.
Hier ist der Rat eines Fachmanns empfehlenswert – Bei Krankheiten ein Mediziner, der sich mit Traditioneller chinesischer Medizin auskennt und bei Ernährungsfragen ein Fünf-Elemente-Ernährungsberater.
Wer jedoch gerne in den Spiegel seiner Seele blickt und Vergnügen an Typologien hat, die den Menschen in verschiedene Klassifizierungen (hier eben die 5 Elemente) einteilen, dem sei das oben abgebildete Buch ans Herz gelegt. Es beinhaltet einen Test, um herauszufinden, welchem Persönlichkeitstyp man zuzuordnen ist und behandelt also mehr den psychologischen Aspekt der Fünf-Elemente-Lehre.
Ich halte übrigens die Zuordnung zu verschiedenen Klassifizierungen schon für hilfreich – es beinhaltet ja immer einen Lösungsansatz… Auch ein Choleriker muss versuchen, ruhiger zu werden und sich zu entspannen und der Abenteurer handelt so ganz gegen sein Holz-Element, wenn er die Freiheit und das Abenteuer nicht auslebt.
Viel Vergnügen bei eigenen Entdeckungsreisen im Universum der Fünf Elemente!
