Archiv für Oktober 2006
Neuraltherapie für Zähne
Heute war ich wiederum bei meinem (ganzheitlich orientierten) Zahnarzt. Seit der ersten Bisskorrektur sind 4 Wochen ins Land gegangen. So ganz optimal war das Beissgefühl bisher noch nicht, immer noch haben zwei Punkte gestört, die einen “Erstkontakt” hatten. Eigentlich sollen die Zähne ja vollflächig und gleichzeitig aufeinandertreffen.
Diese zwei Stellen waren im Test mit dem Blaupapier dann auch gleich gut zu sehen und mit zwei winzigen Schleifspuren auch sofort angeglichen. Jetzt habe ich ein zu 100% gut passendes Beissgefühl. Wie sagt Dr. Wildner: “Wenn man darüber nachdenken muss, ob der Biss jetzt passt oder nicht, dann passt er nicht.”
Die Überbelastung der Zähne durch einseitigen Biss oder falsch angepasste, herausstehende Inlays, Kronen, usw. sind jetzt nach etwas fummeliger Detailarbeit beseitigt. Damit hatten die Zähne auch bereits zwei Wochen Zeit, um Entzündungen auszuheilen, die durch diese Fehlbelastung entstanden sind.
Jetzt war der Herdtest an der Reihe: Kinesiologisch kann ausgetestet werden, an welchen Zahnwurzeln im Kiefer noch Entzündungen vorhanden sind.
Die gute Nachricht lautet: Ein Quadrant ist völlig unbelastet. Im darüberliegenden Viertel gibt es eine “halbe” – nicht so tragische Belastung. Der linke Oberkiefer ist am Schlechtesten dran: 4 Backenzähne und die Kieferhöhle haben eine chronische Entzündung. Und was keiner erwartet hat: die unteren rechten Schneidezähne. Das wird dann nächses Mal noch per Röntgenbild abgeklärt. Darüberhinaus leider auch die Stirnhöhlen und die Narben der Tonsillen (Mandeln), die mir ja schon im zarten Alter von 3 Jahren entfernt wurden.
Die Neuraltherapie besteht aus Einspritzung von einem leichten Betäubungsmittel in die betroffenen Regionen. Klingt schlimmer als es war, ich mag ja Spritzen auch nicht so gerne und dann gleich 6 bis 8 Einstiche?? Aber die Nadel ist superdünn, die Spritze nicht als Stechen, nur als leichtes Druckgefühl zu spüren.
Die Betäubung wirkt sofort und das Medikament erweitert die Blutgefäße, so können Blut und Immunsystem besser zu den betroffenen Regionen vordringen – und dort der Entzündung zu Leibe rücken.
Danach war interessanterweise der Schulterschmerz auf der Schmerzskala von (vorher) 5 auf etwa 3-4 gesunken, also gibt es auch hier einen Zusammenhang mit den Zähnen (wo eigentlich nicht?)
Das Gefühl im Mund ist dann noch eine Weile wie Muskelkater, aber das gibt sich schnell. Morgen geht es bereits weiter.
Bücher zur Fünf-Elemente-Küche
Dieses Buch von Claudia Nichterl ist schön aufgemacht und vor allem praxisgerecht in die vier Hauptbeschwerdebilder eingeteilt: Kälte (Qi- und Yangmangel), Hitze (Yin-Mangel), Trockenheit (Blut- und Säftemangel) und Feuchtigkeit (Übergewicht und Stagnation). Die Rezepte sind mit einheimischen Zutaten zu kochen.
Überhaupt ist es bei der Fünf-Elemente-Küche mitnichten erforderlich, nur noch chinesisch zu essen! Viele der traditionellen deutschen Klassiker sind sehr ausgewogen in der Verteilung der Elemente (Sauerbraten mit Blaukraut und Kloß). Irgendwo dazwischen liegt wahrscheinlich das individuelle Optimum.
Dieses Kochbuch ist auch sehr empflenswert, auch wenn die Aufteilung eine etwas andere ist, als im oben erwähnten Buch, nämlich nach den Rezeptgruppen. Erster Teil ist eine Einführung in die Ernährung nach den Fünf Elementen, meiner Meinung nach erst mal ausreichend, wenn man anfangen will. Der zweite Teil sind dann Rezepte zu Frühstück, Getreidegerichte, Vegetarische Suppen, Salate und Dips, Gemüsegerichte, Tofu, Hülsenfrüchte, Fleisch, Fisch, Süße Speisen, Kuchen, Brot, Getränke. Für alle Bedürfnisse ist etwas dabei und bei jedem Rezept steht dabei, wo man es verwenden soll und wo nicht, insofern gibt es auch hier eine Zuordnung zu den “Zuständen” Hitze, Kälte, Trockenheit und Feuchtigkeit. Sehr brauchbar.
Dieses Buch ist eine superausführliche Darstellung der Prinzipien, die hinter der Fünf Elemente Ernährungsphilosphie stecken. Für den Anfang vielleicht too much. Im Prinzip steht da soviel drin, dass man erst mal gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Die Schwierigkeit ist in der Tat die Diagnose der eigenen Situation und ich fand zwar das Buch sehr einleuchtend, habe aber für die Praxisanwendung erst mal keinen Zugang gefunden. Jetzt, nachdem ich mich so eingehend mit Feng Shui beschäftigt habe, ist mir der Elemente-Zyklus in Fleisch und Blut übergegangen und nun kann ich mit diesen ganzen Ausführungen sehr viel mehr anfangen. Diese Buch ist wahrscheinlich für alle unabdingbar, die mit dem Gedanken spielen, Ernährungsberater nach den Fünf Elementen zu werden.
Hilfreich für den Anfang: Die Ernährungsabelle bei Daniela Herzberg zu bestellen, da bekommt man eine Seite mit den Lebensmitteln, die nach der Auswertung vom 5-Elemente-Test besonders empfehlenswert oder besonders zu vermeiden sind.
Warmes Frühstück
Das warme Frühstück ist A und O der Fünf Elemente Ernährung. In der Literatur findet man vor allem lang gekochte Getreidebreie, z.B. Reiscongee (das klassische Essen aller Chinesen). Also meins ist das ja nicht so direkt und im Seminar hat uns Daniela Herzberg auch einen wunderbaren Tipp gegeben, wie man warm und schnell frühstückt:
Ein warmes Obstkompott zubereiten und darüber ein selbstgemachtes Müsli streuen.
Die Zutaten des Müsli kann man dann noch nach seinen persönlichen Elemente-Bedürfnissen zusammenstellen, wer die (noch) nicht kennt, nimmt Zutaten (sprich Getreide) aus dem Erdelement, denn die Mitte muss immer gestärkt werden
Kompott:
Eine Nektarine (beispielsweise) oder einen Apfel in Stücke schneiden (Kerngehäuse/Kern entfernen). Die Stücke mit einer Bodendecke Wasser bei geschlossenem Topfdeckel etwa 5 Minuten kochen bis sie die gewünschte Konsistenz haben, nach Belieben pürieren.
Müsli:
- 500g Flocken (Erdelement: Mais, Hirse, Gerste, Weizenkleie, Amaranth, Quinoia – die letzten beiden können auch wie Popcorn in der Pfanne mit Öl aufgepoppt werden; zum Holzelement würde z.B. Dinkel gehören)
- 250g Samen/Nüsse (Mandeln, Sesam, Kürbiskerne, Leinsamen, Walnuss, Pinienkerne…)
- 3 EL Honig und
- 3EL kaltgepresstes Öl und
- 6 EL Wasser verrühren
- mit den Flocken und den Nüssen/Kernen in einer Schüssel mischen
- bei 150°C im Backofen cross backen bzw. rösten, 2 bis 3 mal wenden.
Das Ganze wird im luftdichten Glas aufbewahrt und hält sich einige Wochen.
Frühstück: warmes Kompott, darüber das selbstgemachte Müsli. Geht schnell, ist lecker und entspricht mir persönlich mehr, als ein schlappgekochter Reisbrei.
Die Ernährung nach den Fünf Elementen
Gestern habe ich in Frankfurt das Seminar von Daniela Herzberg besucht. Die Grundlagen der Ernährung nach den 5 Elementen sind:
- die Einteilung der Lebensmittel in die 5 Elemente-Gruppen Wasser-Metall-Erde-Feuer-Holz
- die thermische Wirkung der Lebensmittel von kalt über erfrischend zu neutral, wärmend und heiß.
Anders als in den üblichen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung geht es in dieser östliche Ernährungsphilosophie um die Wirkung der Lebensmittel auf den Körper, nicht so sehr um den Inhalt der Nahrungsmittel (Kalorien oder Vitamine).
Beispiele:
- Die Suppen der 5-Elemente-Küche können nach 3 Stunden Kochzeit kein einziges Vitamin mehr enthalten. Trotzdem kommen Kranke durch eine solche Hühnersuppe schnell wieder auf die Beine.
- Viele traditionelle Hausrezepte lassen sich mit den Regeln der Elemente-Küche erklären: Haferschleim stärkt den Magen, bestes (wenn auch nicht leckerstes) Mittel bei Verdauungsbeschwerden. Hafer wird zu Metall gezählt und das Element Metall hilft bestens, ein gestautes Erdelement auszuleiten. Dem Erdelement wird der körperliche Wirkkreis Magen-Milz-Bauchspeicheldrüse zugeordnet.
- Orangensaft enthält viel Vitamin C, trotzdem schützt er nicht davor, sich eine Erkältung einzufangen. Nach den Regeln der Elemene-Küche wird Orangensaft zum Holz-Element gezählt (weil säuerlich) und hat eine erfrischende Wirkung. Gerade im Winter braucht der Körper jedoch bereits viel Energie, um den Körper auf Temperatur zu halten. Hier wäre der Erkältungsvorbeugung mehr gedient, wenn der Körper bereits wärmende Speisen und Nahrung erhalten würde.
Faszinierende Einblicke in eine faszinierende Lehre.
Völlige Verblüffung über die Teffsicherheit herrschte bei mir, als wir meine Konstitution ermittelt haben und sich alle körperlichen und emotionalen Schwächen und Beschwerden der letzten Zeit wie von selbst in den Zuordnungen ablesen ließen.
Was für ein Potenzial!


