Slow Walking

.Waldweg beim Wildgehege
Die Lage ist kompliziert – aktuell laboriere ich mit einer entzündeten Achilles-Sehne und einer entzündeten Patella-Sehne (das ist das Dings am Knie) herum, was die körperliche Betätigung an sich zunächst einmal relativ schmerzhaft macht – zumindest bei bestimmten Bewegungen, wie z.B. dem Treppensteigen.
Das normale “Spazierengehen” geht noch ganz gut, jedenfalls, wenn ich es nicht übertreibe und meine, mordsmäßiges Gelände gehen zu müssen – oder, im noch schlechteren Fall: mordsmäßige Geschwindigkeit.
.
Bewegung wäre also schon gut – und weil ich mich insgesamt ziemlich eingerostet fühle, hab ich mich an die angenehme Wirkung von Nordic Walking erinnert und vorige Woche die Stöcke wieder einmal aus ihrer staubigen Ecke im Keller hervorgekramt.

Nordic Walking

Letzte Woche also mein erster Versuch, das im Prinzip so wohltuende Nordic Walking wieder anzufangen. Ich hab es mit heftigem Muskelkater (Oberkörper) und einer Verschlechterung der Entzündung an der Achilles-Sehne bezahlt. Ich war zu schnell unterwegs. Schlicht und ergreifend – es war ja auch mit minus 2 Grad ziemlich kalt und ich war darauf angewiesen, mich zügig zu bewegen, um warm zu werden. Heute weiß ich: Handschuhe und ein etwas dickerer Pullover unter der Jacke wären das Mittel der Wahl gewesen.
.
Heute also nach Plan der zweite Termin Nordic Walking – der Plan wäre nämlich, mich jede Woche am Montag (weil das ein günstiger Termin ist) direkt im Anschluss an eine sowieso notwendige Fahrt mit meinen Stöcken in den Wald zu begeben und eine kleine Runde zu walken. Als Strecke hab ich mir den Weg rund um das Wildgehege ausgesucht – und heute bin ich es langsam angegangen. Es ging ja schon nicht anders, weil der rechte Fuß immer noch bei jedem Schritt schmerzt. Der entscheidende Wendepunkt war, dass ich die ersten paar Meter losgelaufen bin und aus alter Gewohnheit in mein sonst doch recht zügiges Tempo gefallen bin und prompt die Rückmeldung bekam: AUA!

Tempo drosseln

Ich hab inne gehalten und ganz bewusst das Tempo gedrosselt. Dabei fielen mir jede Menge Dinge ein: Schneckentempo. Schnecken, die sprichwörtlich langsam kriechen und dennoch ans Ziel kommen. Oder dass ich mir erlauben könnte, hier mal etwas NICHT *übers Knie* brechen zu müssen (was ja zumindest thematisch superdupergenau zu meiner schmerzenden Kniesehne passt!). Oder Schritte. Schritte hintereinander zu setzen und sich auf die einzelnen Schritte zu konzentrieren – nicht darauf, möglichst schnell die Runde oder die Dreiviertelstunde oder den Weg hinter sich zu bringen.
.
Und schon ein paar hundert Meter später habe ich erstmals so etwas wie Rhythmus gespürt, beim bewusst zeitlupigem Laufen. Die Bewegungen des Nordic Walking konnte ich auf einmal ganz deutlich an mir beobachten – Arm nach vorne bringen, Stock mit geschlossener Faust halten, beim Vorbeiführen an der Hüfte die Hand öffnen, Drehung aus der Schulter heraus.. die Bewegung in der Brustwirbelsäule wurde spürbar, ein ganz neues Gefühl beim Laufen.
.
Sonst bin ich einfach bloß losgestolpert, hab mehr oder weniger zügig mein Tempo gemacht, die Gedanken wohlbekannt immer noch im Kopf rumschwurbeln lassen, irgendwann Kurzatmigkeit oder Verspannung im Rücken gespürt – so war das jedenfalls keine wohltuende oder gesunde Bewegung. Viel zu viel Pflichtprogramm.

Fließendes Gehen

Heute in diesem ausdrücklichen Schneckentempo (gefühlt mindestens halb so schnell wie sonst) war auf einmal ein fließendes Gehen da. Und prompt auch ein Ohrwurm vom Chorwochenende – ein Musikstück, das einen sehr schreitenden Puls hat. Die ganze Strecke haben mich die Melodien im Ohr begleitet… das war plötzlich ganz anders.
.
Für mich war es eine gute Erfahrung, das langsame Nordic Schleiching. In einer Gruppe könnte ich im Moment ohnehin nicht mithalten. Ob sowas in einer Gruppe überhaupt funktionieren könnte? Sich auf den Langsamsten einzustellen? Ob jeder andere sich darauf einlassen könnte, das Tempo des schwächsten Mitgliedes anzunehmen? Sich bewusst ebenfalls so sehr zu verlangsamen, dass man jede einzelne Bewegung achtsam ausführen könnte und müsste, um ja nicht zu schnell zu werden… es wäre dann fast so wie das Singen in einem Chor. Man müsste sich synchronisieren und gemeinsam kohärent laufen, gleiches Tempo, gleicher Rhythmus, gleicher Puls, Bewegungsmusik. Der Vergleich gefällt mir. Wer weiß? Vielleicht gibt es ja Sportler, die sich das vorstellen könnten und sich zu mir Schnecke dazugesellen würden…

Nordic Schleiching – abseits jeder Leistung

Ich habe im Kopf dann doch noch ein bisschen Wörter gedreht – vor allem die eigentlich sehr geliebte Handy-App “Runtastic” hat es abbekommen: ich hab sie für mich mal in “Slowtastic” umbenannt und mir ist bewusst geworden, wie sehr der Leistungsgedanke mich aktuell stört: Gelaufene Kilometer pro Zeit. Leistung. Sammeln, anhäufen, speichern. Mehr, schneller, weiter.
.
Ich will im Moment eigentlich überhaupt kein Training für einen Marathon absolvieren. Ich muss nicht wissen, wieviel Strecke ich mache. Mich motiviert das nicht mehr, es setzt mich viel zu viel unter Druck. Wie, im Februar weniger Kilometer gelaufen als im Januar? Oh mein Gott!
.
Ich habe runtastic vom Handy gelöscht.
.
Mich wird jetzt ein kleiner Handschmeichler beim Laufen im Wald begleiten.
.
Eine kleine Schnecke.
.
Schneckenförmiger Handschmeichler
.

Fleischfresser-Bashing

06 - Zutat Schweinefleisch

image credit: JaBB bei Flickr

 

.

Vor einigen Tagen bin ich über den Link ( http://vimeo.com/73234721 ) zu einem Video gestolpert, in dem die Zustände in der Fleisch erzeugenden Industrie dargestellt werden.

Solche Filme werden oft von Menschen verbreitet, die sich dafür entschieden haben, kein Fleisch mehr zu essen und damit ihre eigenen ethischen und moralischen Gründe untermauern und illustrieren wollen. Ich habe mir das Video angesehen. Ja, die Bilder, die dort gezeigt werden sind schlimm, teilweise finde ich die Szenen wirklich entsetzlich und furchtbar.

Was mir an dem Video allerdings sauer aufstösst sind zwei Tatsachen:

a) Es werden Szenen aus einem wesentlich umfangreicheren Film herausgeschnitten und aus dem ursprünglichen Zusammenhang gerissen, nur um eine Tatsache zu illustrieren, die ethisch durchaus diskussionswürdig ist.

b) Durch filmische Mittel werden Effekte und Emotionen generiert, die am Ende zur Diskriminierung einer ganz bestimmten Menschengruppe führt.

Zur Klarstellung!

  • Ich will NICHT abstreiten, dass die Zustände in der Massentierhaltung erbärmlich sind und die menschliche Gier nach immer billigerem Fleisch ein Teufelskreis ist.
  • Ich will gerne darüber diskutieren, inwieweit Fleisch essen eine gute oder schlechte Option ist und ich will gerne unterstützen, dass ein jeder für sich selbst zu einer eigenen und für sich vertretbaren Entscheidung finden kann.
  • Ich will mit diesem Artikel lediglich auf die Effekte verweisen, die durch diesen Film entstehen und das möglicherweise gedankenlose Teilen und Weiterverbreiten kritisieren. Vielleicht wäre manchmal doch eine eigene Recherche angebracht.

 

Aber der Reihe nach…

Die Szenen aus dem Film

Im Video werden verschiedene Szenen aus der industriellen Fleischverarbeitung und dem (Alltags)Leben der Konsumenten aneinander gereiht:

  •  Junge Hühner werden mittels Borstenwalzen zusammen gekehrt – mit schnell laufenden Förderbändern gelangen sie in enge Gitterboxen und werden zum Schlachten abtransportiert.
  • Arbeiter(innen) in einer kahlen Industriehalle zerlegen Fleisch – alle tragen pinkfarbene Hygienekleidung und blaue Plastikschürzen. Der Zeitraffer, der für die Sequenz verwendet wurde schafft eine surreale Atmpsphäre, es wirkt, als wären die Arbeiterinnen selbst nur “Ware” in Massenhaltung.
  • Förderbänder liefern neue Tierkörper zum Zerlegen an. Im Hintergrund die zuckenden Akkordarbeiter im Zeitraffer. Abgestumpfte Arbeiterinnen mit immer gleichen Handgriffen. Der Blick in das müde Gesicht einer Asiatin.
  • Kühe auf einer Drehscheibe mit gigantischem Durchmesser. Ebenfalls im Zeitraffer dargestellt. Die Kamera sitzt in einer Einstellung auf der Drehachse, so dass ein wirklich absurder Blick der kreisenden Kühe in der kahlen, Neon-erleuchteten Halle entsteht. Durchnummerierte Melkstände und die prallen Euter der Kühe, die maschinell gemolken werden.
  • Schweinemütter mit ihren Ferkeln. Niedergehalten durch enge Kastenstände und Abferkelbuchten.
  • Geköpfte Schweinekörper, aus denen noch das Blut tropft. Weitere Szenen aus Schlachthäusern: Das Abflammen der Borsten und das Zerlegen und Aufschlitzen von Schweinen, so dass die Gedärme hervorquellen (alles im Zeitraffer)
  • Riesige Kreissägen, die Schweinehälften (Rippen) in handlichere Stücke zerteilen (der Zeitraffer fügt auch hier Geschwindigkeit hinzu) – weiß gekleidete Arbeiter, die die Fleischteile in rote Boxen schichten (koreanische oder chinesische Schriftzeichen an der Wand)
  • Nahtlos die Blende zum Kassenbereich eines Supermarktes – aus der Vogelperspektive, so dass die Mengen an Leuten und das Gewusel an der Kasse auch richtig deutlich wird. Alles immer noch im Zeitraffer gefilmt, so dass es auch wirklich wie im Bienenstock aussieht. Menschen, die hektisch die Waren in großen Mengen in die Einkaufswägen schlichten.. Küchenrollen, Toilettenpapier, Getränke, kartonweise Obst, Gemüse und zu guter Letzt auch abgepacktes Fleisch…
  • Nahtloser Schwenk in eine Hamburger-Braterei, in die Küche eines Fast Food Restaurantes. Im Zeitraffer gefilmte Menschen beim Zubereiten der Burger und Gäste, die im vollen Restaurant essen. Im Vordergrund: Ein Tisch mit drei sichtlich übergewichtigen Menschen. Der Zeitraffer wirkt, als würden sie die Burger nur so in sich hineinstopfen.
  • Dann wieder im Normaltempo: ein Chirurg malt mit Filzstift einen blauen Strich auf einen ziemlich dicken Männerbauch, muss am Ende die “Fettschürze” anheben, um bis zum Schambein weiter markieren zu können.

Was ist an den Szenen dran?

Eigentlich finde ich ja nur eine Szene nicht wirklich zum Thema passend…

Der Melkstand

Aus meiner Kindheit kenne ich die kleinbäuerliche Rinderhaltung in einem Anbindestall. Mit Ketten um den Hals stehen die Kühe jahrein, jahraus und Aufstehen und Hinlegen sind die einzigen Bewegungen, die diese Kühe haben. Zum Fressen werden sie in ein enges Gitter gezwängt. Da haben es die im Film gezeigten Kühe im Laufstall deutlich besser getroffen.

Natürlich ist es eine grundsätzlich ethische und moralische Frage, ob man Kühe schwängern muss, ihnen dann das Kalb weg nimmt und sie monatelang melkt. Das ist die grundsätzliche Frage nach dem Sinn des Milchtrinkens. Aber wer hier aufschreit, muss bitteschön auch den Latte Macchiato weglassen.

In der Milchwirtschaft gibt es einen unbarmherzigen Umgang mit der Leistungssteigerung der Milchmenge bei Kühen. Auf den Bauernhöfen hängen manchmal noch an den Stalltüren die rostenden Blechplaketten aus dem vorigen Jahrhundert, mit 2.500 kg oder auf jüngeren Blechschildern auch einmal 5.000 kg Milch pro Kuh und Jahr… Werte, die heute schon längst nostalgisch sind – wir sprechen mittlerweile auch schon mal von 12.000kg Milch pro Kuh und Jahr.

Die unbarmherzige Ausbeutung der Tiere ist anzuprangern, jedoch ist ein automatisierter Melkstand in einem ansonsten recht großzügigen Laufstall das wirklich kleinste Übel.  

Unverständnis

Wenn ich die restlichen Szenen zu den unmenschlichen Zuständen in der industriellen Fleischverarbeitung noch als schockierend und unnötig verstehe und so stehen lassen kann – so kocht in mir jedoch der Zorn angesichts dessen, wie in den Szenen mit den “Fleisch-Konsumenten” umgesprungen wird und so ein diskriminierendes Bild einer ganz bestimmten Bevölkerungsgruppe entsteht: der Übergewichtigen.

Diskriminierung der Übergewichtigen

Ob der dicke Mann, der vor dem Chirurg steht, seine Wampe tatsächlich ausschließlich vom Fleisch bekommen hat?

Oder war da vielleicht auch teilweise völlig vegetarisches Bier im Spiel?

Hat er gar eine unerkannte Gluten-Unverträglichkeit oder die Wampe ist eigentlich eine Weizen-Wampe??

Die Ursachen für Übergewicht sind dermaßen vielschichtig, dass ich es als Frechheit empfinde, einfach mal platt allen Übergewichtigen zu unterstellen, sie wären alleine(!) Schuld an dem maßlosen Fleischkonsum der Menschheit.

Ich selbst habe ein dreiviertel Jahr lang ausschließlich vegan gegessen – es war die Empfehlung einer Heilpraktikerin. Ich habe kein einziges Kilogramm an Übergewicht dadurch verloren, bin aber mit allen meinen Diätversuchen immer mehr in Stress und unter Druck geraten. Ich finde es immer unerträglicher, dass diese Botschaft den Übergewichtigen um die Ohren gehauen wird:

“Ihr fetten Übergewichtigen, seid endlich mal disziplinierter, fresst nicht soviel Fleisch und nehmt endlich ab”

– und das ist der eigentliche Grund für meinen Zorn.

Möglicherweise sollten sich viele einfach mal das Buch “Mythos Übergewicht” zu Gemüte führen, dort werden noch ganz andere Zusammenhänge zum Thema Übergewicht erläutert – Zusammenhänge, die eher mit Cortisol, Stress und Gehirnforschung erklärt werden.

Vielleicht wäre auch das Buch “Lizenz zum Essen” eine gute Lektüre, in dem unter anderem angeprangert wird, wie sehr eine Normung von Gewicht und Körpermaßen (Stichwort BMI) dazu führt, dass Übergewichtige immer mehr diskriminiert werden und das Essen immer zwanghafter und immer weniger lustvoll wird.

Man könnte beispielsweise darüber diskutieren, welchen Einfluss Fernseh-Formate wie “Germanys next Topmodel” auf das Körperbild nicht nur der jungen Mädchen haben oder ob es wirklich nötig wäre, dass es Krankeitsbilder gibt, die “Orthorexie” heißen – die zwanghafte *richtige* und *gesunde* Ernährung.

Das Verhältnis zwischen Nahrung, Essen, Körperwahrnehmung und gesundem Menschenverstand wird immer mehr verzerrt und immer absurder.

Ist es wirklich nötig, dass alles Übel und alles, was in Ernährungsdingen schief läuft ausgerechnet den Dicken angehängt wird? Das ist Diskriminierung pur.

Ob die Nicht-Fleischesser wissen, dass sie sich durch gedankenloses Weiterverbreiten solcher dieses einen Videos (unbewußt) zum Gutmenschen aufschwingen wollen? Ihre Hände in Unschuld waschen wollen? Ist das reine Gewissen wirklich rein, weil ja laut Film die bösen Dicken die Schuldigen sind? Man selber isst ja kein Fleisch mehr, also ist man aus der Verantwortung raus?

Leider nein – in diesem speziellen Fall denke ich: “Tiere gerettet, aber die Würde des Mitmenschen in den Dreck getrampelt.”

…und damit nicht genug, es gibt noch einen dritten Kritikpunkt an dem Video:

Den eigentlichen Zusammenhang zerstören

Völliges Unverständnis hat mich aber befallen, als ich recherchiert habe, was denn der Film, der im Abspann als Quelle genannt wird, EIGENTLICH will:

“Samsara” ist als visuelles und künstlerisches Gesamtkunstwerk gedacht. Samsara will ein Bild der Menschheit zeigen (unbedingt hier den Trailer zum Film anschauen!) – und unter diesem Gesichtspunkt sind plötzlich viele der vorher grotesken Szenen durchaus ästhetisch anzusehen.In der Beschreibung zum Film heißt es:  “Die Kamera verdeutlicht die Gegensätze und Spannungsverhältnisse, die unser Dasein heute bestimmen.” Jetzt wird auch das filmische Mittel des Zeitraffers nachvollziehbar, der den Szenen eine Allgemeingültigkeit und Endlosigkeit verleiht. Die filmischen Effekte werden auf einmal sinnvoll und ideal für die eigentliche Intention des Filmes:

Samsara ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet:

Das sich ewig drehend Rad des Lebens.

 

Fazit

Gerade auch die verstörenden Szenen gehören zum Bild der Menschheit. Möglicherweise ist es sogar sinnvoll, die oben aufgezählten Szenen aus dem Zusammenhang zu reißen, ein eingedampftes Video per schnellen Klicks durch die Landschaft der sozialen Medien zu jagen – um vielleicht ein Nachdenken über das eigene Essverhalten zu provozieren und hoffentlich einmal der Gier nach Fleisch und der Maßlosigkeit im Konsum ein Ende zu bereiten.

Was aber gar nicht geht, ist eine Schuldzuweisung für die Umstände alleinig an die Gruppe der Übergewichtigen. Das ist pure Diskriminierung. Hier hat der Film der Videoclip verfehlt, was guter Journalismus leisten muss: echte Aufklärung.

 


Woche 24 bis 27

2013-week 24

Himmelswolkenherzen und Sukkulentensterne. Der Sommer ist voller lebendiger Motive. Am lustigsten ist der spitzohrige Hase, der den *vulkanischen Gruß* nachahmt: “Lebe lang und in Frieden!”

2013-week 25

Sommersonnenwende, Kreative Exkursionen, ein Wolkenbruch…und schmusende Fellnasen.

2013-week 26

Eine arbeitsreiche Woche – voller Homepage-Design, Plakat-Illustration und Bühnenbild-Entwürfen. Wenig Zeit fürs Rausgehen.

2013-week 27

Dafür gab es hier wieder mal ein richtiges Outdoor-Wochenende mit etlichen Geocaches und Exkursionen. Mit gefällt die Mischung aus Kreativität und Outdoor.

Die Wochencollagen umfassen die Bilder des Tages vom 11. Juni bis 8. Juli 2013


So blogge ich – “This is how I work” – Ein Blogstöckchen geht um die Welt

20130630_181311Die gute @dankeschoen hat mich mit einem Blogstöckchen beworfen … zuerst bin ich ja zusammengezuckt und dachte mir “och nööö” – aber je mehr Gedanken ich mir zum Thema gemacht habe, umso mehr Spaß war es. Hier also das Ergebnis:

Blogger-Typ

Ich vermute mal, dass ich zu dem spontanen Typ gehöre. Ich hätte ja gern einen Plan, aber selbst wenn ich einen hätte, dann würde es mir nur unter großen Schwierigkeiten gelingen, mich daran zu halten :-D

… ich komm einfach nicht so regelmäßig dazu, wie ich mir das wünschen würde. Manchmal sind die Themen aber einfach auch zu privat (geworden), um öffentlich durchs Netz getrieben zu werden.

Gerätschaften digital

  • Ein ommeliger PC, mit Windows 7 drauf.
  • Ein schmartes Phone (nicht aus der Obst- und Äpfelfraktion, was ich manchmal in seltenen Momenten bedauere)
  • Eine Panasonic Lumix TZ18 – mein ultimatives Bilderknipsteil für die Hosentasche, das aber zunehmend vom schmarten Phone ersetzt wird. Das ist nämlich für noch kleinere Hosentaschen geeignet.
  • Einen superduper gepflegten Server, wo mein Blog draufliegt und bestens gepflegt und administriert wird. Ich habe mir nämlich damals den Luxus einer eigenen Domain geleistet…

Gerätschaften analog

Öhm, ein Skizzenheft, Notizbuch, Journal. Irgendwas mit weißen, blanken Seiten und meinen geliebten knallroten Lamy Safari – noch aus Studientagen. Zum schreiben, auflisten, kritzeln, zeichnen, skizzieren – zum denken halt.

Arbeitsweise

hahaha. Arbeitsweise. Ich wäre ja gerne so organisiert, dass ich das Arbeitsweise nennen kann. Nee, ich bin wohl der chaotische Typ. Wenn mich ein Mitteilungsbedürfnis wirklich anspringt, dann kann ich zu jeder Tages- und Nachtzeit an einem Blogbeitrag schnitzen. Da gibt es dann auch schon mal kein warmes Mittagessen.

Ich schreib dann einfach drauf los und damit mach ich in kurzer zeit ziemlich viel Strecke. Dann kommt jedoch oft dieser fiese Perfektionismus. Und dann kann ich ja an dem Artikel rumformatieren, bis ich erschöpft überm Zaun hänge.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?

Bloggen: Evernote. Ultimatives Tool. Und ich bin da echt ein “early adopter” – Aus April 2007 stammt die erste Notiz. Seitdem ist mir Evernote mehr und mehr ans Herz gewachsen.

In grauer Vorzeit ist mir öfters mal der Editor vom WordPress abgeschmiert und auch Artikel in Word nehmen nur Platz auf der Festplatte weg (und im Zweifelsfall finde ich dann den Ordner nicht mehr *flöt*) – Seit Evernote passiert mir das nicht mehr, dass fast fertige Artikel im Nirwana verschwinden.

Recherche: Meistens blogge ich ja eigene Erfahrungen und Erlebnisse. Wenn ich unbedingt recherchieren muss, dann halt in diesem Internet.. ihrwisstschon.

Bookmark-Verwaltung…! Hahaha! Verwaltung. Der war gut. Ich hab die sechsunddreißigtausend allernötigsten Lesezeichen im Browser abgespeichert – mit dem Versuch, die in halbwegs sinnvolle Ordner zu sortieren. Dieser Versuch ist nicht vollständig von Erfolg gekrönt…. Deswegen wandert das meiste ins Evernote – mit der Hoffnung, dass ich dann wieder mal was finde, was ich suche.

Unverzichtbar ist für mich auch ein RSS-Reader, lange Jahre war ich dem Google-Reader treu, nun bin ich zu feedly umgestiegen. Bye-bye, Google-Reader…

Wo sammelst du deine Blogideen?

In Evernote, wo sonst? Wenn ich es schaffe, die Idee auch ordentlich mit @blog zu taggen, habe ich gute Chancen, auch wieder mal darauf zu stoßen. Ansonsten betrachte ich es als eine riesengroße Schatzkiste, in der ich immer wieder stöbern kann.

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Sofort loslegen. Sonst kommt zuviel Real Life dazwischen. Wenn ich zu lange zögere, dann ist die Chance vertan. So entstehen meine großen artikelfreien Zeiten im Blogkalender… seufz.

Benutzt du eine To-Do-List-App?

hihi, über dieses Blogstöckchen bin ich bei den Kolleginnen auf Todoist gestoßen, dem will ich mal einen try geben. Vorher hab ich ein Mischmasch aus Google-Aufgaben zusammen mit Trello und analogen Notizzetteln verwendet. Das hat ungefähr genauso gut funktioniert wie sich das hier liest, nämlich nicht. To-do-Listen sind nach wie vor eine üble Baustelle.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?

Naja, wie schon gesagt: Fotoknipskisten in handlicher Form und mein Denkjournal.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Viele sagen, ich könne gut zeichnen. Lange ist es mir nicht gelungen, das auch so würdigen zu können. Über die jahrzehntelangen schmerzhaften Selbstzweifel zu diesem Thema werde ich an anderer Stelle vielleicht mal bloggen.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Nix. Höchstens ein übriggebliebener Ohrwurm von der letzten Chorprobe. Ich mag das laute Brummen des PC-Lüfters die Stille  –  Musik lenkt mich nur ab. Ich konnte aber auch früher schon nie mit Musik Hausaufgaben machen.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Nachtigall/Lerche?

Eindeutig Lerche. (Das sind doch die Frühaufsteher, oder?) Ich genieße die Zeit um den Sonnenaufgang herum, die Stille, die Ruhe.

Eher introvertiert oder extrovertiert?

Ich würde mich als introvertiert einschätzen, hab aber noch nicht so drüber nachgedacht.

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?

@wissensagentur @brennesselkraut und die gute @xclauds, an deren Blog ich ursächlich mitverantwortlich bin ;-)
edit: ich möchte noch den knuffigen @citykirche_sw hinzufügen :mrgreen:

Der beste Rat, den Du je bekommen hast?

Da fällt mir der bittere Rat ein, den der Tod erteilt: Vor kurzem haben wir einen Freund beerdigt – viel zu früh – und diesen Rat will ich beherzigen:

Lebe jeden Tag. Mach das beste aus Deiner Zeit. Das Leben ist endlich. Die Tage sind lang, aber die Jahre sind kurz. Oder um es mit dem Titel meines Blogs zu sagen: “Lebe weise”.

Noch irgendwas Wichtiges?

Sei Du selbst. Und schau immer wieder auf die funkelnden Tautropfen im frühnebligen Gras, bewundere die Sterne über Deinem Kopf und erinnere Dich daran, wie fantastisch und wundervoll dieses Leben ist.

 

.


Hochwasser-Hilfe statt Geschenke-Flut

HochwasserDie Hochwasserfluten von Anfang Juni sind bereits wieder aus den Medien verschwunden, die Erinnerung an die Katastrophe verblasst für uns, die wir auf dem Trockenen gebliebenen sind.

Nicht aber für die Betroffenen in den Hochwassergebieten. Umso wichtiger ist, noch einmal an die Gelegenheit zu helfen zu erinnern:

Hochwasserhilfe statt Geschenkeflut

… unter dieses Motto hat Andrea Juchem ihren diesjährigen runden Geburtstag gestellt. Anstelle einer Feier bittet sie um Unterstützung für Betroffene.

Konkret soll die Hilfe in Form von Spenden zwei betroffenen Familien zu Gute kommen, die eine in Passau, die andere im Raum Deggendorf – den beiden am schlimmsten vom Hochwasser betroffenen Gebieten.

Ich möchte hiermit Andreas Spendenaktion wärmstens weiterempfehlen – nicht nur, weil ich mir kaum vorstellen kann, wie schlimm es für die Betroffenen wirklich ist. Mehr Informationen dazu findet ihr im erläuternden Artikel zu der Spendenaktion von Alexandra Graßler.

Einen kleinen Einblick bekommt man dort und man mag sich gar nicht ausmalen, wie das ist: Dort müssen sich die Leute wirklich ein neues Leben aufbauen, nachdem all ihre Habe in den Fluten versunken ist, die Wohnungen auf Monate unbewohnbar sind und oft nicht einmal mehr Kleider da sind – geschweige denn Werkzeug oder Arbeitsunterlagen, die ein kleiner Betrieb eines Selbstständigen zum Überleben braucht.

Jeder Euro ist willkommen!

Für Andreas Geburtstag sollen hier natürlich eine ganze Menge an Geschenken zusammen kommen. Auch kleinste Beträge summieren sich zu einer großen Hilfe…
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Wege, zu spenden:

  • entweder direkt bei betterplace.org
  • oder – für den Fall, dass eine Spendenquittung benötigt wird – dann geht es per Überweisung  über den Rotary-Club  (alle Details dazu stehen im Artikel von Andrea)

.

1371647810824-001Ich kenne Andrea als warmherzige und großzügige Frau und bin beeindruckt, was sie alles auf die Beine stellt – nicht nur, wenn es um Katastrophenhilfe geht.

Ohne Andrea wäre die Welt und auch die virtuelle Welt im Internet ein ziemliches Stück ärmer an Menschlichkeit, Engagement und Großherzigkeit.

.

Danke an Dich.  Alles Liebe und Gute und Gottes Segen zu Deinem Geburtstag, liebe Andrea!

.

Dich schickt der Himmel.


Woche 23

2013-week 23

Ohne viel Worte. Kreativ, bunt und draußen – das beschreibt diese Woche ganz gut, nicht wahr?


Schöne Sachen
Pinterest
Kategorien